760 Jahre Geschichte der Salvey Mühle 3
1248 Erste Erwähnung der Salvey Mühle mit den Klostergründungen in Stettin; Von Herzog Barnim-I an Kloster Walkenried/Thüringen verliehen; Staurecht der Mühlen
1263 Verkauf an das Zisterzienser-Nonnenkloster Stettin
1565 Zulegung an das St. Petrihospital; Mühlen wurden verpachtet
1618 – 1648 30jähriger Krieg; Zerstörung der vier Salveymühlen; Pommern und damit auch das Salveytal wird schwedisch
1648 – 1718 die Mühlen gehören politisch zu Schweden, da innerhalb der „Vorpommerschen“ Landesgrenzen; Pommerisch-Brandenburgische Grenze durch Teich der 4. Salvey Mühle
1659 Plünderung und Zerstörung der Salveymühlen im schwedisch-polnischen Krieg
1711 Zerstörung der 1. bis 3. Mühle im Nordischen Krieg durch die Russen
1720 im Frieden von Stockholm erwirbt Brandenburg-Preußen Vorpommern einschließlich Stettin. Windmühlenbau durch die benachbarten Gemeinden auf Drängen der Preußischen Regierung
1743 nach langem Streit planmäßige Vermessung – feste Grenzziehung der Mühlengrundstücke
1806 – 1813 Nach der Niederlage Preußens gegen Napoleon Besetzung durch die Franzosen.
1807 Brand in der 3. Salvey Mühle, Wiederaufbau mit Mühlenwerk der 4. Mühle
1898 Müllermeister Willy Schütz übernimmt die 3. Salvey Mühle von Julius Fertig
bis ca. 1900 Betrieb als reine Wassermühle, danach Dampfmaschinen, Dieselmotor und elektrischer Antrieb zusätzlich
Verschwinden der Windmühlen
1919 Zerstörung der 3. Salvey Mühle und landwirtschaftlicher Gebäude durch Brandstiftung
1933 Zerstörung der 3. Salvey Mühle durch Brand. Sie hatte zuvor eine Tagesleistung von 8 Tonnen.
1945 nach Neugliederung zu Kreis Randow/MVP gehörig, davor Kreis Greifenhagen
1945 – 1946 eingeschränkter Betrieb der 3. Salvey Mühle, da nur mit Wasserkraft (zerstörte Stromleitung) gearbeitet wird
1949 Sohn Johannes Schütz übernahm nach dem Tod von Willy Schütz die Mühlen
1954 Enteignung, Mühlen 2 und 3 gehen in Volkseigentum über, Rechtsträger „VEB Neues Leben Geesow“
1960 Mühle 1 wird aufgegeben und verfällt, die 3. Salvey Mühle arbeitet mit der Passower Mühle zusammen. Ausbau aller Müllermaschinen in der Salvey Mühle 3 in den 60er Jahren, als Schrotmühle im Besitz der LPG Geesow
1964 Das Preußische Wassergesetz wird de facto außer Kraft gesetzt.
1965 Umleitung des Salveybaches in den heutigen Beipaß, Nutzung eines Teilstromes (Laufzeit der Turbine ca. 8 h pro Tag)
1964 – 1969 nicht geregelte Nutzungssituation
ca. 1970 Turbinenschacht in der 3. Salvey Mühle wird zugeschüttet, Mühle ab jetzt nur noch strombetrieben
1973 Mühle 2 wird abgerissen, Mühle 3 bleibt als Schrotmühle erhalten
ca. 1991⁄92 Betrieb der 3. Salvey Mühle wird eingestellt, die Ausleitungsstrecke (der urspr. Salveybach) wird komplett vom heutigen künstlichen Bachverlauf (Beipass) abgetrennt
1996 Gerd Hampel kauft die 3. Salvey Mühle von der Familie Schütz
1997 Einsturz des Mühlengebäudes der Salvey Mühle 1
1998⁄99 Ausbau des Wohnhauses
1998 Gründung eines Vereins mit dem Ziel der Erhaltung und des Betriebes der Mühle als lebendiges Technik-Denkmal
1999 Aufbau eines Museums in der Salvey Mühle 3
2008 Die Salvey Mühle 3 wechselt den Besitzer. Rainer Hanke übernimmt die Mühle und gründet zum Erhalt und Ausbau einen neuen Verein Salvey Mühle e.V.


